04.01.2014

10 Filme die 2013 keinen Blumentopf gewonnen haben



Obwohl das gerade an uns vorbeigezogene Jahr 2013 eine große Anzahl an wirklich sehenswerten Filmen hervorbrachte, waren leider auch einige Stinker dabei, vor die ich euch in dieser Flop 10 Liste warnen möchte!



hier ist die Flop 10:

10. Trance


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Hier auf die 10 hat es ein Film geschafft, der für viele sicherlich eher in den Top 10 der besten Filme des Jahres zu finden wäre. Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionär, Sunshine, 127 Hours, Trainspotting und 28 Days Later) und Hauptdarsteller James McAvoy setzen viele gute Akzente, können aber leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film absolut keinen Sinn ergibt, und sich selbst viel zu wichtig nimmt. Hier wurde versucht ein wenig bei Inception zu klauen, indem man eine ähnliche Meta-Ebene auf eine sehr ähnliche Thematik (hier ist es die Hypnose anstelle von Träumen) legte. Eine ambitionierte Idee, die aber meiner Meinung nach nicht mal ansatzweise überzeugen konnte.






9. Fack Ju Göhte


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Eigentlich hatte ich die Hoffnung längst aufgegeben, dass ein deutscher Film bei mir noch irgendwelche Emotionen auslösen könnte. Außer im Ressort von WWII-Thematik (und ganz besonders in der Comedy Ecke), wurde ich einfach schon zu oft von deutschen Lari-Fari Produktionen und furchtbaren Schauspielern die immer die gleichen Rollen spielen bitter enttäuscht. Trotzdem entschied ich mich, dank Empfehlungen von Bekannten und einiger recht humorvollen Trailern, dem ganzen eine Chance zu geben. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Ich wollte zwar nicht mein Geld zurück, jedoch war ich im Kino auch wirklich sehr froh, dass der Film dann auch irgendwann endlich sein Ende fand. Die Story, die selbst sehr detailliert auf einen Bierdeckel Platz finden würde, war nach 10 Minuten völlig vorhersehbar. Die Schauspieler hatten alle ihre wirklich witzigen Momente, glänzten leider allesamt den kompletten Rest der Laufzeit nur noch mit Nervigkeit und furchtbaren "Dieser-Satz-kommt-hier-um-dem-dummen-Publikum-den-dummen-Plot-zu-erklären"-Dialogen. Aber was hab ich auch erwartet...


8. Die Unfassbaren


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Sympathische Schauspieler und eine aufregende Thematik sind das A und O für einen Film, um Ärsche in die Kinosessel zu kriegen. Bestes Beispiel: Die Unfassbaren. Dass das aber noch nicht gleich bedeutet, einen guten Film gemacht zu haben, wird oftmals vergessen. Klar, die Masse schien den Film positiv aufgenommen zu haben.. aber fragt man jetzt irgend einen der Kinogänger nach Plotinhalten, würde man keine klaren Antworten bekommen. Wie auch? Der Film hat absolut keinen roten Faden gehabt und sich mehrfach widersprochen. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm, immerhin geht es in diesem Film um Las-Vegas Magiershows und Trickbetrüger. Vielleicht ist es da nur ganz angebracht, dass nichts von dem gesehenen wirklich einen nachvollziehbaren Sinn ergab. 





7. Machete Kills


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Als ein Fan von Danny Trejo und Machete 1 bin ich schwer enttäuscht von seinem Nachfolger. Ich hab ihn für wenig Taler in der Cine-Sneak gesehen (Kinostart ist soweit ich weiß erst nächste Woche), weswegen ich mich eigentlich nicht beschweren kann... Hätte ich aber gemacht, wenn mich das mehr als 5 Euro gekostet hätte. Man macht hier einen "Fake-Grindhouse-lookalike"-Film für ein sehr geringes Budget, benutzt aber nicht mal echtes Blut oder andere praktische Effekte? CGI-Blut ohne Unterlass und eine Story, die man schon in vielen anderen Filmen sah (Der "ich verdrahte mein Herz an eine Bombe, und wenn es aufhört zu schlagen gehen alle drauf!"-Plot wurde schon bei Spawn besser umgesetzt, und auch im 2012er Film "DREDD" kam etwas ähnliches vor), unterstreichen einfach die absolute Ideenlosigkeit der Macher. Man sah sich wohl einfach irgendwie "verpflichtet" die Filme weiter zu drehen, da sie billig und einfach zu machen sind. Machete Kills fühlt sich weniger wie ein Film, sondern mehr wie eine Sammlung von vom ersten Teil übrig gebliebenen Sketchen an. Eine Celebrity-Cameo nach der anderen wird derart lieblos abgearbeitet... Hi Charlie Sheen, Hi Mel Gibson, Hi Lady Gaga, Hi Antonio Banderas, Hi Cuba Gooding Jr... etc, dass man sich wundert, wieso man trotz der Menge an interessant wirkenden Leuten nie dazu kommt sie dabei zu beobachten, wie sie irgendwas interessantes tun. Meh.


6. Paranoia - Riskantes Spiel


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Ich werde dafür wohl ziemlich viel Gegenwind zu spüren bekommen, aber ich muss es einfach trotzdem sagen: Harrison Fords Karriere ist zu ende. Im englischen gibt es einen Ausdruck für Schauspieler, die sich keine Mühe geben, sondern einfach nur ihr Gesicht in die Kamera halten, um einen Paycheck zu kassieren. "Phoning it in", sagt man da. Harrison Ford macht exakt das, seit einigen Jahren (bestes Beispiel war Cowboys vs. Aliens), und hier hat es zum ersten mal einen Film gänzlich ruiniert. Die Thematik der Industrie-Spionage ist eigentlich recht interessant, gelangt hier aber auch nicht weiter als "oh mein neues Apple Telefon ist besser als euer neues Samsung Telefon". Einziger Lichtblick ist Gary Oldman, welcher den Karren aber nicht alleine aus dem Dreck ziehen kann. Liam Hemsworth (der kleine, untalentierte Bruder von Thor), bleibt absolut zweidimensional in seiner ersten Hauptrolle, die Story plätschert so vor sich hin und man muss sich wirklich schwer anstrengen dem ganzen einen Funken Interesse abzugewinnen. Schön war es, wie in einer Szene im Hintergrund auf einmal City & Colour lief. Da hab ich kurz aufgepasst, und bin dann wieder weggedöst. 


5. R.I.P.D. - Rest in Peace Department


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Jeff Bridges und Ryan Reynolds sind die heißesten Agenten der Men In Black für Geister, und jagen einen Kevin Bacon, den man scheinbar dummerweise fast komplett aus dem Film herausgeschnitten hat. Warum auch einen interessanten Bösen zu etablieren, wenn man noch sooo viele Ideen von anderen Filmen klauen kann? Ein so unoriginelles Filmchen, welches seinen kompletten Inhalt bis hin zu seiner Prämisse und Essenz von anderen Filmen übernimmt, lockt glücklicherweise niemanden hinter dem Sofa hervor. 




4. Feuchtgebiete


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Hier gibt es eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen, was nicht an anderer Stelle schon ausführlich erklärt wurde. Feuchtgebiete konnte mich, ähnlich wie auch seinerzeit das Buch einfach nicht berühren. Der Film war äußerst "schön" gedreht. Vom filmischen Standpunkt aus, wurden da ein paar sehr anmutige Kameratricks gezeigt... vom Inhalt bin ich leider völlig unbeeindruckt. Die typisch deutsche -ehersogehtso- Schauspielkunst und die gezwungene "mit-Ekel-schocken-um-zu-schocken" Mentalität der Macher (und vermutlich auch der Vorlage) erreicht meiner Meinung nach keinen der älter ist als 14. Super Film um auf dem Pausenhof mitreden zu können, aber eine Hauptdarstellerin die nicht mal fließend Deutsch spricht, eine Figur spielen zu lassen, die es allein vom Skript aus schon furchtbar schwer haben wird gemocht zu werden, war eine von Beginn an zum scheitern verurteilte Aufgabe. Viel heiße (feuchte) Luft um nichts. 



3. Movie 43


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Eigentlich müsste ich mich ein wenig schuldig fühlen, diesen Film so weit oben in dem Ranking zu haben, obwohl ich ihn nicht bis ganz zum Ende angesehen habe. Aber das tue ich nicht. Ich hatte buchstäblich das Gefühl, dass mir hier wertvolle Lebenszeit gestohlen wird. Movie 43 ist kein zusammenhängender Film, sondern eine Ansammlung von Segmenten, bei denen immer andere Schauspieler (meistens sogar sehr bekannte), irgend einen Klamauk durchmachen. Was bei Segment 1 und 2 noch ganz nett wirkte, verlor mich dann leider völlig als Hugh Jackman auf einmal mit einem Hodensack am Kinn zu einem Blind Date kam, und alle so taten, als wäre nichts anders. Wie man in den Medien auch zu lesen bekamen, haben viele der Darsteller versucht, aus Knebelverträgen herauszukommen, damit sie sich von dem Film distanzieren können. Ohne Erfolg. Diesen hatte zum Glück der Film selbst auch nicht, und floppte an den Kinokassen so hart, dass man zumindest von einem Movie 44 verschont bleiben wird. 


2. Lone Ranger


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Lone Ranger ist einer dieser Filme, die es bei mir automatisch schwer haben. Ich hab mich noch nie für Cowboys und Indianer interessiert, ich bin kein großer Fan von Remakes uuuund ich bin auch von den beiden Hauptdarstellern absolut unbeeindruckt. Der Macher von viel zu vielen "Fluch der Idontcareanymore Karibik" Filmen nahm sich jetzt anstelle von Piraten mal den wilden Westen vor, um zu zeigen, dass man Jonny Depp eigentlich nur einen lustigen Hut aufsetzen muss, um Geld zu machen. Zum Glück scheinen die Kinogänger auch endlich ähnlich genervt von Herrn Depp zu sein, der seit seinem gefühlt hundertsten Tim Burton Film stets die gleiche Figur zu spielen scheint (leicht durchgeknallt, n bisschen feminin, ein witziger Hut bzw. eine seltsame Frisur). Wenn dann aber auch der Rest des Films (angefangen mit dem unspektakulärsten Trailer aller Zeiten), absolut öde und langweilig ist, darf man auch mit Recht einen Platz 2 vergeben.



1. After Earth


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"More like AFTERBIRTH, am I right?" - Der dümmste, nervigste und unspektakulärste Film des Jahres war ganz eindeutig After Earth. Man nehme: 1. einen der größten Schauspieler der Welt, dem man in dem gesamten Film eigentlich nichts zu tun gibt, ausser böse zu gucken und einen behinderten Namen zu haben (in dem Film heißt Will Smith allen ernstes "Cypher Rage" und verbringt die komplette Zeit an einem Ort und gibt per Funk Anweisungen, wie in einem schlechten Computerspiel), 2. den völlig talentfreien, und passionierten "dumme-Scheiße-twitterer"-Sohn vom oben genannten Schauspieler, der ums verrecken keinen klaren Satz ohne zu stottern sagen kann, und 3. einen Regisseur der nach zwei großen Erfolgen am Anfang seiner Karriere genug Ego getankt hat, um gänzlich blind der Tatsache gegenüber zu stehen, dass die sechs Filme die danach von ihm kamen allesamt Kuhscheiße waren, und bittet sie, einen Sci-Fi Film mit so wenig Sci-Fi wie möglich zu drehen. Was dabei rauskommt, ist ein lausiges Jump n Run Videospiel-LetsPlay von Youtube, welches völlig frei von Emotionen nach 100min Spielzeit einzig und allein die Frage aufwirft, ob das jetzt wirklich deren Ernst war.
Geldverschwendung!
  


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